snabul

portrait von snabul

snabul mit dem immer klein geschriebenen Namen, verfremdet Stimmen und Instrumente, denn er will auf das Gebabbel der Babylonischen Sprachverwirrung hinweisen: Durch die weltweite Kommunikation sind wir allen Sprachen offen geworden. Unsere Kinder wachsen entweder noch mehrsprachiger auf als wir, oder sie nehmen das Gebabbel in Kauf, die fremdsprachigen Lieder im Internet sind nur ein Beispiel. Heute, 2013 ist ein Lied sehr beliebt, das sich Gangnam Style nennt. Alle Kinder singen es und wissen nicht einmal welche Sprache das sein soll. Es macht jenen Freude, welche die Vielfalt lieben, aber es befremdet und verängstigt die "Bewahrenden". Snabul spielt mit Sprachen und Informationen. Belangloses und wichtiges steht Seite an Seite, nur schwer zu unterscheiden.

Die Klänge brechen mit der üblichen Ästhetik der Musik, es werden Grenzen übertreten und Regeln gebrochen. Die "Musik" snabuls soll nicht gefallen oder tanzbar sein, obwohl sie das manchmal doch soll.

Die Rhytmen können einander stören oder gegeneinander laufen, manche sind aber auch Abkömmlinge oder Zerrbilder voneinander. Es ist bei manchen Stücken möglich, sie gleichzeitig mit anderen Stücken abzuspielen und ein "sinnvolles" Ergebnis zu erhalten.

Die häufigste Grundidee hinter den Stücken ist der Konflikt von Mensch und Maschine. Zum Einen werden akkustische Instrumente gegen digital erzeugteKlänge ausgespielt, zum anderen lassen sich Gesänge nicht in monotone Maschinenbiets einfangen. Snabul erlaubt seinen Schützlingen, sich in der Maschinenwelt frei und anarchisch zu bewegen, wie Haselmäuse in der nächtlichen Großstadt.

Der Mensch ist jedoch auch der Zerstörer, der sich die Welt Untertan macht und dabei einen miserablen Herrscher abgibt. So erschafft der Mensch nicht nur Schönheit: Es ist nicht alles Beethoven und Mozart... Die Kinder müssen ausbaden, was wir heute nicht verhindert haben. Deswegen müssen die Kinder mutig sein und ihre Stimme erheben, am besten vor Publikum, und sie müssen sagen können, was sie wissen und wollen. Bei snabul singen sie am liebsten Pop Songs oder spontane Spottlieder.

Klangkollagen werden von snabul installiert, die sich mit allem möglichen beschäftigen, zum Teil sogar klar verständlich für außenstehende.

Ansonsten, kann man die Musik auch einfach so auf sich wirken lassen, denn sie ist meist so erstellt, daß es nichts zu verstehen gibt. Snabul selbst hört seine Musik zur Entspannung, am liebsten in zufälliger Reihenfolge.